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Die Vereinsgeschichte des MGV Hanhofen bis 1921

Die frühen Jahre der Vereinsgeschichte des MGV Hanhofen wurde im Vorfeld unseres 150-jährigen Vereinsjubiläums von Bernd Lohrbächer u.a. im Landesarchiv Speyer recherchiert. Die folgende chronologische Zusammenstellung ist eine Abschrift seiner Aufzeichnungen, die er im Januar 1999 an den damaligen 1. Vorsitzenden Anton Flörchinger sowie der Ortbürgermeisterin Friederike Ebli überreicht hat.

Für sein Engagement sind wir Bernd auch heute noch sehr dankbar.


Aus der Chronik des Männergesangsvereins 1850 Hanhofen

-Von den Anfängen bis zum Beginn der Weimarer Republik 1991-

aufgezeichnet von
Bernd Lohrbächer

Ein Beitrag zur Erforschung der Vereinsgeschichte im Hinblick auf das 150-jährige Jubiläum im Jahre 2000

Den Sängerinnen und Sängern des MGV Hanhofen gewidmet


1850
           
Gründung des Vereins. Im gleichen Jahr untersagt das neue preußische Vereinsgesetz vom 11. März Frauen, Schülern und Lehrlingen die Mitgliedschaft in Vereinen.
1869 Eine in Hanhofen am 19. August durchgeführte Visitation durch Regierungsrat Römmich stellt fest, daß "... freiwillige Vereine nicht bestehen ..." Dies läßt vermuten, daß der Verein eine kirchliche Trägerschaft besaß.
1872 Georg Adam Endres, seit 1868/69 an der Vorbereitungsschule Mechtersheim, wird Lehrer in Hanhofen und übernimmt (1880 Versetzung nach Ruchheim) das Dirigentenamt beim MGV Hanhofen.
1873 J. Grüner heißt der 1. Vorsitzende, F.W. Fischer der Rechner und Georg Adam Endres der Dirigent. Im Ausschuß sind vertreten: Schanninger Paul und Flörchiger Franz II. Zweck des Vereins ist die "Hebung des Kirchengesangs".

Im gleichen Jahr kommt Peter Burgay als Lehrer nach Hanhofen von dem bekannt ist:
"... daß er ferner für Hebung des Kichengesanges sich viele Mühe gab, wie er überhaupt ein großer Freund der religiösen Musik ist ..." (Zeugnis des königlichen Lokalschulinspektion Bayerfeld vom 19.01.1873).

1875 Fahnenweihe und gleichzeitige Feier des 25-jährigen Bestehens auf dem Grundstück gegenüber der Schloßmühle.
1882 Der Verein verfügt über 23 aktive und 12 passive Mitglieder, welche am 16. Januar (neue) Statuen über insgesamt 35 §§ verabschieden (►Statuten von 1882). DIese bislang ältesten Vereinsstatuten liegen heute im Original im Landesarchiv Speyer. Der erste Vorsitzende heißt Franz Appel. Dem Vereinsausschuß gehörten an: Flörchinger Franz II., Peter Burgay (seit 1873 Lehrer in Hanhofen, zuvor Lehrer in Bayerfeld (ab 1865)), Flörchinger A., Flörchinger K., und Johann Becht (seit 1881 ebenfalls Lehrer in Hanhofen, zuvor interimistischer Verweser der katholischen Schule zu Steinfeld in Flomersheim).
1887 1. Vorsitzender: Jakob Appel, Rechner Friedrich A. Flörchinger, Dirigent und Schriftführer: Jakob Schreieck (seit 01.05.1885 Schulverweser in Hanhofen).
1889 Eine Mitgliederversammlung beschloß am 30. November neue Vereinsstatuten (insgesamt 45§§, ►Statuten von 1889). Neuer 1. Vorsitzender wurde Friedrich Adam Flörchinger. Dem weiteren Vereinsvorstand gehörten an: Heinrich Hornung (Rechner), Schulverweser Otto Wagner (Schriftführer). Der Aussschuß hatte folgende Mitglieder: Appel, Grundhöfer, Flörchinger und Lehrer Peter Burgay.
1903 1. Vorsitzender: Nikolaus Grundhöfer, Rechner Konrad Flörchinger. Dem Ausschuß gehören an: Jakob Appel, G. Fischer und Heinrich Hornung. Die Mitgliederzahl hat sich auf 64 Aktive und Passive erhöht.
1904 Der Verein sang am 12. Juni anläßlich der Fahnenweihe des Krieger- und Soldatenvereins Hanhofen auf dem hiesigen Festplatz.
1905 1. Vorsitzender: Jakob Becker.
nach 1908 1. Vorsitzender: Nikolaus Grundhöfer. Dirigent Karl Heller.
1911 Am 14. August fand eine Versammlung statt, die ausschließlich das Verhältnis der Sänger zum Chorleiter Karl Heller, der den Kirchengesang leitete, zum Gegenstand hatte.
1914 - 1918 Zwangspause wegen des 1. Weltkrieges.
1919 Wiederaufnahme der Chorarbeit. 1. Vorsitzender:Jakob Becker.
1921 Im Gasthaus "Zum Hirsch" wurde mit 3/4tel-Mehrheit die Spaltung beschlossen. Die ausgeschiedenen Mitglieder gründeten den Pfarrcäcilienverein (Kirchenchor), der sich -im Gegensatz zum MGV (weltliches Liedgut)- ausschließlich dem Kirchengesang widmet. Das Gasthaus "Zur Krone" wird das neue MGV-Vereinslokal.
1922 1. Vorsitzender: Bernhard Mönig.
1921 - 1951 1. Vorsitzender: Ludwig Vogel, Dirigent Herr Reiff (bis 1929)

 

© MGV 1850 Hanhofen e.V.